Mittwoch, 20. Mai 2009

Golden Bay / Abel Tasman National Park


Die letzten 2 Wochen vor Praktikumsbeginn hab ich an vielen schoenen Stellen der Suedinsel verbracht, die letzte Woche in der Golden Bay und im Abel Tasman National Park (beides schon relativ nah an Nelson).
Wettertechnisch hatte ich ziemlich Glueck, bis auf etwas Regen und ein paar Schneeflocken in Queenstown war es groesstenteils sonnig. Als es angefangen hat zu schneien ist ein Maedel aus Malaysia fast ausgeflippt und hat versucht, die Flocken mit der Kamera einzufangen. Das waren die ersten Schneeflocken in ihrem Leben, in Malaysia ist es dafuer viel zu warm - es gibt dort nichtmal Apfelbaeume (!) weil das Klima dort einfach zu unpassend ist.
Ansonsten war Bungy-Springen in Queenstown von der 43m hohen Kawarau-Bridge eine coole Erfahrung. Ich hatte am Anfang groessten Respekt aber es hat wahnsinng Spass gemacht :)

Die Golden Bay bildet den noerdlichsten Punkt der Suedinsel und der Abel Tasman Nationalpark schliesst sich suedlich daran an. Das Klima ist dort relativ mild, dort wird recht viel Obst angebaut (jede Menge Kiwis, Aepfel, Birnen und Feijoas die auch als Ananas-Guave bekannt sind aber mir nicht besonders gut geschmeckt haben). Der Nationalpark bietet viele schoene Wanderwege und Moeglichkeiten zum Kajakfahren. Das hab ich bis jetzt noch nicht geschafft, wird aber Mitte Juni nachgeholt.

Ansonsten ist mit meinem Praktikum alles bestens verlaufen. Ich bin am Samstag Nachmittag in Nelson angekommen und hab mein Zimmer im Studentenwohnheim bezogen. Momentan bin ich allein in einem 2-Mann Apartment das recht gut ausgestattet ist und erst vor kurzem gebaut wurde. Aber trotzdem ist die Wohnung ueberhaupt nicht isoliert und nachts kuehlt es ganz schoen ab.
Am Montag morgen bin ich dann zu meiner Betreuerin in die Uni gegangen und nach einem Campusrundgang hat sie mich dann in meine Firma gefahren. Die Autovermietung liegt etwas ausserhalb in einem Industriegebiet nah am Flughafen. Ich bin dort sehr freundlich aufgenommen worden und fuehl mich richtig wohl. Der Chef wurde am Montag am Knie operiert und kommt vermutlich erst naechste Woche wieder ins Buero, bin schon auf ihn gespannt nachdem ich bisher nur mit ihm telefoniert habe.

Samstag, 2. Mai 2009


Im Anschluss an die Zeit im Peel Forest bin ich weiter nach Christchurch gefahren. Christchurch ist mit ca. 320.000 Einwohnern die groesste Stadt auf der Suedinsel. Wie der Name schon sagt, gibts es hier jede Menge alte Kirchen zu sehen und auch sonst hat die Stadt einiges zu bieten.

Anfang der Woche habe ich mich dann auf dem Weg nach Hanmer Springs, dem bekanntesten Wohlfuehlzentrum auf der Suedinsel, gemacht. Unterwegs auf einem Parkplatz habe ich einen Deutschen getroffen der sich mir spontan angeschlossen hat. Wir sind dann zu zweit in die Therme (das Dorf ist von Bergen umgeben und unter freiem Himmel - mit super Aussicht - gibt es dort 9 verschiedene Whirlpools mit Temperaturen von bis zu 41 Grad) gegangen und haben dort Christian und Greta getroffen. Die Nacht haben wir dann zu viert auf einer Parkbucht in den 2 Campervans verbracht und sind anschliessend nach Kaikoura weitergefahren.
Kaikoura liegt an der Kueste, das Wasser ist dort relativ nah beim Ufer jedoch schon ziemlich tief und daher sind hier oefters Delphine und Wale zu beobachten. Delphine habe ich ein paar (allerdings in ziemlicher Entfernung) gesehen, Wale leider nicht.

Den darauffolgenden Tag bin ich dann wieder Richtung Sueden gefahren und habe die Banks Peninsula angesteuert. Dort liegt das malerische Doerfchen Akaroa (auf Deutsch:"langer Hafen"), das mit Franzoesischen Strassennamen noch Rueckschluesse auf seine ersten Siedler zulaesst.

Mittlerweile bin ich wieder in Christchurch angekommen. Morgen frueh kommt eine Freundin von mir hier an. Sie verbringt z.Zt. ein Au-Pair Jahr in Amerika und kommt fuer 2 Urlaubswochen nach Neuseeland. Wir wollen gemeinsam erstmal in Richtung Queenstown fahren und dann an der Westkueste in Richtung Nelson, wo in 2 Wochen mein Praktikum beginnt.

Sonntag, 19. April 2009


In Dunedin habe ich mit Christian noch die Speight's Brauerei besichtigt, war aber relativ enttaeuscht davon. Wir wurden ca. eine Stunde durch die menschenleere Brauerei gefuehrt und haben mehr oder weniger eine Werbeveranstalltung der Brauerei besucht. Aber immerhin haben wir erfahren, warum das Bier hier teilweise recht suesslich schmeckt: Vielen Bieren wird waehrend des Brauvorganges Zucker zugesetzt um den Prozess der Alkoholentwicklung zu beschleunigen...
An den darauffolgenden Tagen habe ich noch die steilste Strasse der Welt (bis zu 42 Grad Steigung) angeschaut und weitere Highlights in und um die Stadt. Am Freitag bin ich dann ueber die Tunnel Beach (ca. 1870 hat ein Herr Cargill einen Tunnel in die Felsformation runter zum Strand geschlagen, um den Strand fuer seine Familie zugaenglich zu machen) weiter an der Ostkueste in Richtung Norden gefahren. Auf dem Weg hab ich mir einige interessante Plaetze angeschaut (u.a. die Elephant Rocks) und war etwas Wandern.

Zur Zeit bin ich in Geraldine und werde heute Mittag weiter auf der Nebenstrecke in Richtung Christchurch fahren. Mein naechster Stop wird ca. 25 Km von hier entfernt sein, dort gibt es ein weitlaeufiges Waldgebiet (Peel Forest) mit weiteren Wanderwegen und jahrhunderte alten Baeumen.

Samstag, 11. April 2009

Milford Sound / Catlins / Dunedin

Nach unserem Aufenthalt in Queenstown sind wir weiter zum Milford Sound gefahren. Anfangs hatten wir etwas Regen auf der Fahrt aber Richtung Milford Sound wurde das Wetter immer besser.
Fuer den darauffolgenden Tag haben wir dann eine Bootstour durch den Sound gebucht, leider hat es die ganze Fahrt durch in Stroemen geregnet. War aber auch sehr beeindruckend, das Wasser hat sich seinen Weg an den Bergen hinunter gesucht und so sind viele kleine Wasserfaelle entstanden.

Anschliessend sind wir weiter in Richtung Sueden gefahren und haben zwei Tage in den Catlins (Nationalpark) verbracht. Der Nationalpark hat sehr viele gruene Wiesen zu bieten und hat einiges vom Allgaeu.

Seit Mittwoch Abend bin ich in Dunedin und hab genug Zeit um mir die Stadt und das Umland anzuschauen. Gestern bin ich auf die Otago Peninsula gefahren und konnte bei bestem Wetter die Vielfalt der Natur geniessen und einige Tiere beobachten.
Auf dem Rueckweg in die Stadt ist mir das "Dunedin Ice Stadium" auf der Karte aufgefallen und ich bin vorbeigefahren, um mir das Stadion anzuschauen. Vor dem Eingangstor gab es dann eine Ueberraschung: Zur Zeit findet hier die Eishockey-WM der Division III statt und gestern war der erste Tag. Ich hab mir gestern zwei Spiele angeschaut (Irland - Griechenland und Neuseeland - Luxemburg) aber das Niveau war sehr schwach, kommt bei weitem nicht an das gewohnte Bayernliganiveau heran. Und auch der Zuschauerzuspruch ist sehr gering, das erste Spiel sahen keine 200 Leute und beim Neuseelandspiel ware es geschaetzte 500-600 Zuschauer.

Donnerstag, 2. April 2009

Lake Tekapo / Mt. Cook Nationalpark


Martin ist mittlerweile gut zu Hause angekommen (viele Gruesse) und ich bin weiter an den Lake Tekapo gefahren. Habe mit dort am Sonntag ein Mountainbike ausgeliehen und die Gegend rund um den See erkundet. Das Wetter hat mitgespielt und so konnte ich zwei schoene Tage mit Wandern und Biken verbringen. In meinem Hostel hab ich dann einen Schweizer (aus der frz. Schweiz - wir konnten uns aber nur auf Englisch unterhalten, weil seine Deutschkenntnisse aehnlich gut waren wie meine Franzoesischkenntnisse ;) ) und mit dem hab ich mich dann am Dienstag auf dem Weg zum Mt. Cook Nationalpark gemacht. In diesem Nationalpark gibt es 22 Berge mit einer Hoehe von ueber 3.050 m, der Mt. Cook ist der hoechste Berg in NZ mit 3.754 m und wird von den Maori Aoraki genannt, was soviel bedeutet wie "Durchbohrer der Wolken". Leider war das Wetter am Dienstag nicht besonders gut und so haben wir den Tag in dem Dorf Twizel verbracht.
Am Mittwoch hat sich die Situation gebessert und wir haben uns bei leichter Bewoelkung auf zum Mueller Hut (eine unbewirtschaftete Berghuette) gemacht. Der Weg war zwar nur knappe 5 Km lang, aber ueber 1.000 Hoehenmeter mussten ueberwunden werden. Die Wanderung war anstrengend, es hat sich aber sehr gelohnt. Auf dem Hut war es noch bewoelkt aber auf dem Rueckweg sind die Wolken dann verschwunden und wir hatten einen schoenen Ausblick auf das Hooker Valley.
Mittlerweile bin ich auf dem Weg nach Queenstown. Dort werd ich eine Nacht verbringen und dann gehts mit Christian und Greta in Richtung Milford Sound, wir wollen dort am Sonntag eine Bootstour mitmachen.

Freitag, 27. März 2009

Fahrt von Queenstown nach Christchurch


Martin fliegt morgen wieder nach Hause und sein Verbindungsflug nach Auckland geht ab Christchurch. Daher sind wir von Queenstown aus mit vielen Zwischenstopps nach Christchurch gefahren. Kurz nach Queenstown hatten wir eine Schafherde vor uns und wussten erst nicht, was wir machen sollen. Der Schaefer hat das wohl gemerkt und uns ein "drive thru" zugerufen. Wir sind dann ganz langsam und vorsichtig durch die Herde gefahren und hatten einen riesen Spass dabei.
An der Kueste haben wir dann versucht, Pinguine zu sehen. Unser erster Stopp war in Moeraki, aber ausser den Boulders (Steinkugeln direkt am Strand) haben wir leider nichts zu sehen bekommen. An den naechsten Straenden hatten wir auch Pech und so haben wir auf die "Pinguinstadt" Oamaru gehofft. Wir haben einige Seeloewen beim Faulenzen sehen koennen aber ausser Pinguinstatuen und Warnschildern war es wieder nichts.
Nach einer Nacht auf einem verlassenen Berggipgfel (wir sind 5 Stunden vor unserem Auto gesessen und innerhalb dieser Zeit sind gerademal 9 Autos vorbeigefahren) mit einem schoenen Sonnenuntergang sind wir mittlerweile gut in Christchurch angekommen. Die Naechte verbringen wir hier auf einem Campingplatz der nur 3 Minuten vom Stadtzentrum entfernt ist. Martin fliegt morgen nach Hause und ich werde dann wieder Richtung Sueden weiterziehen.

Montag, 23. März 2009

Suedinsel

Seit Sonntag sind wir auf der Suedinsel. Nach der Ankunft sind wir den malerischen Queen Charlotte Drive an der Kueste entlang gefahren und haben die Nacht auf einem kleinen abgelegenen Campingplatz bei Havelock verbracht. Am darauffolgenden Morgen waren wir wandern und sind anschliessend nach Punakaiki an die Westkueste gefahren. Dort haben wir Christian (ein Studienkollege von Martin und mir) und Greta getroffen und zusammen drei Tage (u.a. mit Surfen) verbracht. In Punakaiki konnten wir zudem die Pancake Rocks beachten und haben einen eindrucksvollen Einblick in die Kraft des Meeres bekommen. Durch jahrtausende langes einwirken hat sich dort eine einzigartige Steinformation entwickelt.
Unser naechstes Ziel war der Franz Josef Gletscher und am darauffolgenden Tag haben wir den Fox Gletscher angeschaut.
Mittlerweile sind wir in Queenstown, der Stadt mit dem reichhaltigsten Angebot an Extremsportarten, und werden morgen weiterziehen in Richtung Westkueste.